Berlinale 2016: Day 5 (English & German)

It is hard to write this post. I am currently sitting at the airport waiting for our flight to board. I am tired, exhausted but inspired and motivated at the same time. And, I wish I could stay a couple more days. There are too many amazing films still premiering, and I wish I could go see them all. But I can’t and I can only work harder to one day make this dream come true.

Mórt a Sarajevo at Friedrichstadt-Palast.
Mórt a Sarajevo at Friedrichstadt-Palast.

We started our 5th day at the 2016 Berlinale bright and early. „Mòrt a Sarajevo“ is one of those films I got tickets for back home. The Bosnian/France co-production tells the story of the people of the Europe Hotel in Sarajevo 100 years after emperor Franz Ferdinand and his wife were shot. Showing different story lines cleverly intertwined we meet staff, guests and even a TV crew shooting a live show regarding the 100 year anniversary of the death of Franz Ferdinand. Director Danis Tanović manages to connect stories and people so different and still for this story line, that talks not only about the people but also the problems the country has. It’s a nice film, maybe a little boring at points (and with a lot of walking shots) but pulls through because of the amazing female characters in it. The women are strong, independent and know what they want in life. Very refreshing.
Immediately after we drove to the Zoo Palast. After circling the Waldorf Astoria (because an Israeli Statesman is visiting and the area is nearly closed down!) we finally found the entrance and possibly the most gorgeous movie theater of the ones we have been to so far. Even though it was modernized a couple of years ago, they managed to keep the spirit and history of the room. It looks awesome.

Chang Jian Tu at Zoo Palast.
Chang Jian Tu at Zoo Palast.

The film we watched was named „Chang Jian Tu“ from China. It was a very slow film, philosophical at times and mostly hard to follow (at least for me). There was something about the film, but I still nearly fell asleep (can’t say if it was because I just was tired or because the film was boring).
No break in sight we headed back to Potsdamer Platz where another Berlinale Talk at the Audi Lounge was about to happen. „Behind the scenes: 66 years of stars and scandals“ was a wonderful little inside into the Berlinale history and we even got to hear (and see) some scandals. I definitely need to check out that 60 year anniversary documentary, they mentioned. I feel like a sponge, in need of taking in all the information.
With that, everything Berlinale related was over. The feeling was heartbreaking and, like I said, I wish I could stay until the end, but that’s life. And I can’t complain. After 2 films last year we watches 7 this year. I am getting there…and one day I will manage to see all the competition films, since I want to have the possibility of comparing them all…and maybe even understanding how the Jury chooses the winner out of such different films.
With that my Berlinale coverage for this year comes to an End. Thanks for reading and I hope to see you back on my blog soon.
Claudia

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Es tut schon ein bisschen weh, diesen Post zu schreiben. Mit ihm geht meine Zeit auf der 66. Berlinale zu ende.
Wir sitzen gerade am Flughafen und warten darauf unser Flugzeug zu boarden. Ich bin müde, erschöpft und doch voller Inspiration und Motivation. Ich wünschte nur, ich könnte noch ein paar Tage länger bleiben, alle Filme sehen. Aber dafür muss ich einfach noch ein bisschen härter arbeiten.

Behind the scenes Talk at the Audi Berlinale Lounge.
Behind the scenes Talk at the Audi Berlinale Lounge.

Unser 5. Tag begann Frühmorgens. Nachdem packen und aus-checken aus unserem Hotel ging es direkt zum Friedrichstadt-Palast (zum wiederholten mal). “Mórt a Sarajevo” hieß der Wettbewerbs-Film. Die bosnisch-französische Koproduktion erzählt die Geschichte der Menschen des Europa Hotels, genau 100 Jahre nach dem Attentat auf Kaiser Franz Ferdinand. Aus der Sicht der Mitarbeiter, Gäste und sogar eines Fernsehteams werden verschiedene Geschichten miteinander verwoben und der Einfluss, der selbst heute noch die Menschen der Ex-Jugoslawischen Staaten prägt, aufgezeigt. Regisseur Danis Tanović schafft es durch die unterschiedlichsten Charaktere eine interessante und teilweise fragliche Geschichte aufzubauen. Informationen werden zurück gehalten und dann aufgelöst, wenn sie einen überraschen. Doch nicht nur seine Kunst Geschichten zu erzählen fällt positiv auf. Besonders sein Einsatz von starken Frauenfiguren ist eine angenehme Abwechslung. Sie sind selbstständig, stark und wissen was sie wollen.
Der Film ist allerdings an manchen Punkten ein wenig langsam, scheint vorhersehbar und findet ein eher abruptes Ende, in dem Storylines vergessen scheinen.

Kaum waren beim ersten Film der Abspann zu Ende gelaufen, hieß es für uns auch schon weiter. Zum ersten Mal ging es zum Zoo Palast, der, dank Staatsbesuch, und Großflächiger Absperrung, nur durch einen weiten Umweg zu erreichen war. Dass wir ihn doch gefunden haben, ist aber dann doch kein Wunder und einfach hinzunehmen.
“Chang Jiang Tu”, der chinesische Beitrag im Wettbewerb, erzählt die Geschichte eines Sohnes, der in der Trauer seines Vaters auf philosophische Art und Weise um eine Frau wirbt. Auf den Spuren des Janktze entdeckt … mehr und mehr Verbindungen zwischen dem Leben und dem Fluss. Die Atmosphäre für den Film wäre gegeben, ist der Zoo Palast, neben allen Kinostätten, die ich bis jetzt besucht habe, meine liebste.

At the Audi Berlinale Lounge.
At the Audi Berlinale Lounge.

Der Saal wurde zwar modernisiert, den Charm und die Geschichte des Alters trägt er aber immer noch in sich, was ihn wohl besonders aufregend macht. Leider konnte der Film aus China mein Herz nicht komplett gewinnen. Zwar war die Umsetzung und die Bildgestaltung wunderbar anzusehen, aber der Film war irrsinnig langsam und leider einschläfernd (wobei ich hier nicht sagen kann ob es an meiner Müdigkeit oder an Langeweile ausgelöst durch den Film lag. Ich hatte auf jeden Fall damit zu kämpfen die Augen offen zu halten.) Wie bei allen Filmen auf der Berlinale, muss man dankbar sein, so einen Film gesehen zu haben. Es ist nicht selbstverständlich so freie und neue Blickwinkel von jungen oder junggebliebenen Filmemachern aus der ganzen Welt sehen zu dürfen. Darum fällt es mir auch besonders schwer Filme wirklich negativ zu beurteilen, weil ich weiß wie viel Arbeit in ein solches Projekt gesteckt werden muss.

Unser letzter Berlinale Termin fand in der Audi Lounge neben dem Berlinale Palast statt. Es hieß also zurück zum Potsdamer Platz “Hinter dem Kulissen” den Talk “66 Jahre Berlinale – Stars und Skandale” zu hören. Ein wundervolles Gespräch, wie der mit tollen Einblicken und Anekdoten über das Festival und die Festivalgeschichte. Ein gelungener Abschluss.

Damit endet meine diesjährige Berlinale- Berichterstattung. Ich schreibe dies hier mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Zwar finde ich es traurig die letzten Tage nun hinter mir zu lassen, aber immerhin muss ich dankbar sein, dass ich diese Zeit überhaupt so erleben durfte.

Ich hoffe euch hat dieser Einblick in das Berliner Film Festival gefallen und ich hoffe euch auch in Zukunft auf meinem Blog wiederzutreffend.

Danke fürs Lesen.

Claudia

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