Happy Birthday, Penny!

Heute vor einem Jahr war es soweit. Mein kleines Monster, meine kleine Penny wurde geboren. Am 08.08.2017 erblickte sie das Licht der Welt. Das sie seit nunmehr 9 Monaten mein Leben auf den Kopf stellt, ist irgendwie unfassbar. Vor allem, wenn ich daran denke, dass ich vor einem Jahr noch nicht einmal wusste, dass ich mir einen Hund nehmen würde, geschweige denn einen Jack Russell und damit Penny.

Einen Hund wollte ich eigentlich schon immer. Ich erinnere mich zurück (nein, nicht so weit wie meine Kindheit), wie ich mit meinem imaginären Hund an der imaginären Leine herumspaziert bin, in der Hoffnung niemand würde meine komische Handhaltung bemerken. (Man muss die Leine immerhin ordentlich halten, nicht wahr?) Heute verstehe ich nicht, wie ich 26 Jahre lang ohne vier Pfoten an meiner Seite überlebt habe. Natürlich gibt es Tage, an denen ich mich frage warum ich mir das angetan habe, manchmal wird einfach alles zu viel. Aber wenn sie dich dann voller Freude begrüßt, wenn du wieder nach Hause kommst oder sich nachts, nachdem du endlich deine Schlafposition gefunden hast, an dich schmiegt…da schmilzt mir jedes Mal das Herz.

Vor einem Jahr saß ich, noch ohne daran zu denken mir einen Hund zu nehmen mit einer Freundin beim Abendessen. Die Entscheidung mir einen Hund zu nehmen fiel ein gutes Monat später. Ich war mit meiner Mutter für ein paar Tage nach Italien gefahren und aus dem nichts heraus offenbarte sie mir am Rückweg, knapp nachdem wir die Grenze nach Österreich passiert hatten: „Wenn du dir einen Hund nehmen willst, dann fände ich das ok.“ Ich lebe seit ich 18 Jahre alt bin alleine, aber die Meinung meiner Eltern, vor allem bei so großen Entscheidungen ist mir wichtig, vielleicht manchmal ein wenig zu wichtig. Das sie mir also quasi die Erlaubnis gegeben hat, legte einen Schalter in mir um.

Von da an war ich auf der Suche. Zuerst wollte ich einen Hund aus dem Tierheim nehmen, dann fand ich eine Hündin in Ungarn die mir gefiel und wo der Name einfach perfekt passte (der Name kommt auch in meinem Buch vor). Doch irgendwie zögerte ich immer wieder. Ich hatte noch nie einen Hund und die Vorstellung, einen Hund bei mir aufzunehmen, der vielleicht schon etwas negatives erlebt hatte, machte mir Angst.

Wie ich schlussendlich auf Penny gekommen bin weiß ich nicht mehr genau. Allerdings erinnere ich mich, dass ich eines Tages auf der Homepage des Züchters landete und mich in ihr Foto einfach verliebt habe. Ich schickte es meiner Freundin, meinen Eltern…und irgendwie ließ mich dieser süße kleine Welpe, der damals noch Carrie hieß, einfach nicht mehr los.

Da wir für ein paar Tage nach Paris flogen entschied ich, dem Züchter eine E-Mail zu schreiben, stellte mich darin vor und was ich dem Hund bieten würde und bekam prompt die Rückmeldung ich sollte mich telefonisch melden. Das machte ich und plötzlich hatte ich einen Termin um „Carrie“ anzuschauen bzw. abzuholen.

Am 26. Oktober 2017 war es dann soweit. Wir fuhren mit Sack und Pack in die Steiermark zum Züchter. Ich hatte zuvor versucht alle Infos zusammenzutragen, die ich finden konnte, hatte eine Box und ein kleines Hundebett gekauft und auch ein erstes Spielzeug. Ich war aufgeregt bis zum geht nicht mehr, als ich plötzlich dieses kleine Fellknäuel in den Händen hielt. Ich war überfordert, der Hund war überfordert und doch erinnere ich mich an den Moment noch sehr genau. Meine Eltern haben mir netterweise bei der Bezahlung geholfen und ihnen gehört damit der halbe Hund…der hintere Teil halt.^^

Was die nächsten Wochen passierte, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Außer, dass ich restlos überfordert war. So überfordert, dass ich regelmäßig heulend dasaß. Irgendwann besuchte ich dann eine Hundeschule und es wurde besser. Die Lacken in der Wohnung nahmen ab, das Rausgehen in der Nacht wurde ab dem Tag, an dem sie in meinem Bett schlafen durfte überflüssig und sie begann zu hören. Sitz und Platz wurden gelernt und schnell stellte sich heraus, dass mein kleiner Terrier eigentlich viermal so groß zu sein glaubt. Kein Hund konnte sie einschüchtern, jeder war ihr Freund. Seitdem sie läufig war hat sich das ein bisschen gelegt. Momentan sind Bockerl so wichtig, dass sie nichts mehr anderes sieht. Aber wenn wir abends in die Hundezone gehen und dort die Hunde wild toben, dann spielt sie mit den richtigen Kandidaten auch mit. Sie bellt nicht, sie ist nicht irre und nicht selten werden wir schief angeschaut, wenn ich erzähle was für ein braver Terrier Penny ist.

Was ich auch gelernt habe, ist dass ich kaum 10 Minuten auf der Straße gehen kann, ohne dass ich jemanden über meinen Hund quietschen höre oder jemand ihn ungefragt angreifen möchte. Etwas das ich gar nicht mag und mir jedes Mal einiges an Nerven und Beherrschung kostet, wenn ich versuche freundliche zu bleiben. Die Ansage, dass mein Hund Flöhe hat traue ich mich nicht zu tun. Zum Schluss ziehen wir das noch an. Wir waren die letzten paar Monate oft genug beim Tierarzt und haben jede Kinderkrankheit einmal durch.

Ich kann es nicht fassen. Mein kleines Mädchen ist EINS. Es hat sich so viel getan in der Zeit, in der wir jetzt unsere Leben teilen und ich weiß es wird noch so viel passieren. Ich freue mich auf jeden Tag, jede Minute mit dir, liebste Penny.

HAPPY BIRTHDAY mein Mädchen!

Darauf gibt’s jetzt eine Schinkenrolle!

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