KILLER’S BODYGUARD – Rette sich wer kann

Was für ein Cast. Ryan Reynolds, Samuel L. Jackson, Gary Oldman und Salma Hayak. Was für Namen! Die Hollywood Oberliga. Ja, aber auch die kann gelegentlich ins Klo greifen. KILLER’S BODYGUARD (engl. THE HITMAN’S BODYGUARD) mag zwar mit Namen glänzen mit Plot, Story, Erzählstruktur und Drehbuch allerdings leider überhaupt nicht. Bei einer Laufzeit von knapp 2 Stunden ein echter Geduldsakt.

Michael Bryce (Ryan Reynolds) has it all. Die Frau, das Haus, die Uhr, das Auto, DAS LEBEN! Als Spezial Agent mit triple A Status liegt es an ihm das Who-is-Who aka wer es sich leisten kann zu beschützen. Doch eines Tages entgeht ihm eine Kleinigkeit und ein Klient stirbt. Bryce verliert alles und findet sich in der untersten Liga der Bodyguard-Riege wieder. Zeitgleich macht seine Ex-Frau bei Interpol Karriere. Ein wichtiger Zeuge, der Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson), in einem internationalen Fall soll nach Den Haag gebracht werden. Aber der Transport wird abgefangen, die Kollegen sterben. Sie bringt den Zeugen in Sicherheit und ruft den besten Mann den sie kennt an: ihren Ex.

Der Film plustert sich vom ersten Augenblick auf und versucht aus sich mehr zu machen als er ist. Storylines werden unnötig kompliziert verschachtelt, dass schon der Aufbau bis zum ersten eigentlich Highlight des Films, dem Zusammentreffen zwischen Reynolds und Jackson, eine gefühlte Ewigkeit dauert. Doch auch dann erholt sich der Film nicht. Wichtige Fakten werden einfach schnell in den Dialog eingebaut und dem Publikum plump serviert. Nach einer Zeit fühlt es sich beinahe so an, als würde man dem Zuschauer nicht zutrauen die Handlung zu verstehen. Auch sonst birgt die Handlung keine Überraschungen. Es wird bereits durchgekautes wiederverwertet und weils besonders lustig sein soll versucht noch einmal einen draufzusetzen. Irgendwann reicht es einfach.

Während Reynolds und Jackson noch eine halbwegs unterhaltsame Performance abliefern, fällt vor allem Selma Hayak mit einer desaströsen Darbietung auf. Der Fluchfaktor ist hoch, wobei dies auch beim 20. Mal nicht durch einen spanischen Akzent lustiger wird.

Womit der Film nicht geizt sind Actionszenen. Ob im Stiegenhaus, der Küche, einem Bauhandel oder via Boot durch Amsterdam. Die Stunts sind aufwendig und vielzählig. Trotzdem retten sie nicht mehr was zu retten wäre.

Alles in allem ist KILLER’S BODYGUARD ein Film den man nicht gesehen haben muss.

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