Love, Simon – Der Idealismus des „Coming Out“

© 2018 Twentieth Century Fox

Noch immer ist Homosexualität vielerorts ein Tabuthema. Umso wichtiger ist es über das Thema zu sprechen, zu schreiben und es auch in Filmen zu behandeln. LOVE, SIMON erzählt die Geschichte eines Teenagers, der mit der überraschenden Offenlegung seines Geheimnisses zu kämpfen hat und zeigt auf was die Gesellschaft tun kann um mehr Akzeptanz zu zeigen.

Das erste mal hörte ich von LOVE, SIMON als die Fine Brothers in ihrer REACT Serie auf Youtube darüber berichteten. Mehrere Erwachsene (ein fester Cast der regelmäßig zu unterschiedlichsten Themen reagiert) wurde zu einem Screening des Films eingeladen. Die Reaktionen sprachen Bände. Es war der Moment, seitdem ich den Film ebenfalls unbedingt sehen wollte.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Wie die Reactors, wie der Cast genannt wird, saß ich mein Taschentuch umklammernd im dunklen Kinosaal und war darum bemüht, mich nicht im falschen Moment zu schnäuzen.

Simon ist ein amerikanischer Teenager mit dem scheinbar perfekten Vorstadt Leben. Tolle Eltern, eine Schwester die er mag und drei beste Freunde. Doch keiner dieser Menschen, die so wichtig in seinem Leben sind, wissen, dass er ein Geheimnis hat: Simon ist schwul. Erst als jemand auf dem Schulblog sich anonym zu seiner Homosexualität bekennt beginnt Simon das Thema offener zu sehen…zumindest mit Blue, mit dem er eine Email Freundschaft beginnt.

LOVE, SIMON ist definitiv eine romantisierte Version des „Coming Outs“, zeigt trotzdem aber sehr gut wie es sich anfühlen muss, die Erwartung des „perfekten“ Sohns oder Freunds zu zerstören. Dank großartiger Musik und dem obligatorischen auf die Tränendrüse drücken weckt der Film rasch tiefe Emotionen für seine Figuren. Basierend auf dem Roman NUR DREI WORTE (orig: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda) von Becky Albertalli ist der Film ein absolutes Must See!

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.