MAMMA MIA! Here We Go Again

© Universal Pictures

Sequels. Die Geldmaschine Hollywoods. Viel zu oft saufen die Fortsetzungen, in der Erwartung einen gleichwertigen Erfolg wie den des ersten Filmes zu wiederholen, jedoch klaglos ab. Warum MAMMA MIA! HERE WE GO AGAIN nicht versagt und definitiv Potenzial zum Sommerblockbuster 2018 hat, erfahren Sie hier.

MAMMA MIA! HERE WE GO AGAIN erzählt die Geschichte zweier Frauen. Sophies (Amanda Seyfried) Geschichte die im hier und jetzt Donnas Traum eines Hotels wahrmachen möchte, trifft auf die, der jungen Donna (Lily James) die 1979 durch Europa bis nach Griechenland reist um zu leben und schließlich ihren Weg zu finden. Das die zwei Frauen in besonders ähnlichen Lebensphasen stehen, findet man erst am Schluss heraus. Dazwischen erleben wir Liebeskummer (immerhin kamen damals die drei Väter ins Spiel), ABBA Hits und unseren geliebten MAMMA MIA Cast. Das Cher gegen Ende allen versucht die Show zu stehlen ist zwar ein netter Versuch, aber eigentlich unnötig.

Der Film beginnt und schon ist man wieder dort, wo alles vor 10 Jahren (!!) angefangen hat: Kalokairi. Keinen Moment später erklingen schon die ersten ABBA Texte. Das spektakuläre Produktionsdesign schickt einen für knappe zwei Stunden in den Griechenland Urlaub. Die Dancemoves laden zum Mitmachen ein, egal ob auf dem Schiff (Beeindruckend und sicher sauviel Arbeit zum Drehen!) oder auf dem Landungssteg. Die Kostüme sind mehr als einmal ein amüsiertes Grinsen wert und stehen vor allem Lily James, die mit ihrem ansteckenden Lächeln und ihrer Art irgendwie so richtig Donna ist. Wer ganz genau hinsieht, kann zudem Benny und Björn erkennen.

Die Art und Weise wie zwischen den zwei Timelines, also zwischen Sophie in der Gegenwart und der jungen Donna 1979 hin und her gesprungen wird, wird clever gelöst. Allerdings sind die „rollenden“ Übergänge nach einer Zeit auch ein wenig nervig und too much. Trotzdem ist es gelungen zwei Geschichten inenander zu verweben und jeweils zur richtigen Zeit zu erzählen.

Der ABBA Songkatalog birgt so viele Lieder, dass man wahrscheinlich noch zwei Filme damit füllen könnte. In MAMMA MIA! HERE WE GO AGAIN treffen ABBA Klassiker auf nicht ganz so bekannte Lieder. Großartig verpackt in die Story sind sie alle und auch der kurze Moment in dem Pierce Brosnan schon wieder versucht zu singen ist erträglich, aber grenzwertig. So oder so gibt es genug Material zum Mitwippen und Summen. (Kein Singen, außer es ist die Sing-Along-Fassung. Wir wollen ja niemanden unnötig stören.)

Ich gebe es zu. Ich habe mir nicht gedacht, dass eine MAMMA MIA Fortsetzung ein Erfolg sein würde. Aber auch, wenn die Story sich nicht so ganz ausgereift anfühlt, wie die des ersten Films, ist sie unterhaltsam, lädt zum mitwippen ein, lässt einen zum Taschentuch greifen und versorgt einen mit Ohrwürmern, die auch Stunden später noch plötzlich aus einem herauskommen. (Ich spreche aus Erfahrung!) Ein unterhaltsames Kinoerlebnis mit Amanda Seyfried, der bezaubernden Lily James, Christine Baranski, Julie Walters, Pierce Brosnan, Stellan Skarskård, Colin Firth, Andy Garcia, Cher und Meryl Streep.

MAMMA MIA 2! HERE WE GO AGAIN: ab 19. Juli 2018 im Kino.

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