MARIA STUART – Königin von Schottland

Jack Lowden stars as Lord Darnley, Saoirse Ronan as Mary Stuart and James McArdle as Earl of Moray in MARY QUEEN OF SCOTS, a Focus Features release.Credit: Liam Daniel / Focus Features

Zwei junge Frauen. Königinnen. In einer Welt, geführt von Männern. Niemand kann verstehen, was dieses Leben für sie bedeutet. Nur die jeweils Andere. Eine Schwesternschaft in der sie, auf Grund ihrer Ambitionen, gleichzeitig auch Rivalinnen sind.

„Zwei starke Frauen, die um Macht, Politik und Liebe kämpfen. All jene Dinge, mit denen wir auch heute noch ringen.“ (Tim Bevan, Produzent)

Based on a true story

Nach dem Tod ihres Ehemanns, dem französischen Dauphin, kehrt Maria Stuart (Saorise Ronan) nach Schottland zurück um den Thron zu übernehmen. Dieser wurde die Jahre über von ihrem Halbbruder besetzt, der seine Macht nur widerwillig an seine Schwester, eine Katholikin, weitergibt.

Zur selben Zeit kämpft am südlichen Ende der Britischen Insel Elizabeth (Margot Robbie) um ihr Ansehen, ist sie immer noch unverheiratet und ohne Thronerben. Die Rückkehr von Maria setzt sie zusätzlich unter Druck, da Maria von Geburt an ein Recht auf die englische Krone hat.

Trotz all ihrer Differenzen entsteht eine ungewöhnliche Faszination der beiden miteinander. Vor allem da sie als Frauen in einer Männerwelt agieren müssen, fühlen sie sich verbunden. Doch auch diese Verbundenheit, diese Schwesternschaft, überlebt das ewige Einmischen ihrer jeweiligen Berater nicht. Schlussendlich wird Elizabeth der Druck zu viel und Maria muss dafür bezahlen.

Feminismus History-Style

Die Geschichte von Maria Stuart ist keine neue. Schon 1800 veröffentlichte Friedrich Schiller sein, nach der Titelheldin benanntes, Theaterstück. Seither gab es viele Erscheinungen der schottischen Königin in Büchern, Filmen oder Serien. Doch MARIA STUART – DIE KÖNIGIN VON SCHOTTLAND schafft es, sich von all ihren Vorgängern abzuheben.

„Das eine Frau diese Geschichte erzählt, fühlte sich, für die Zeit in der wir uns gerade befinden, besonders wichtig an.“ (Debra Hayward, Produzentin)

Josie Rourke, seit 2011 Intendantin des renommierten Londoner Donmar Warehouse Theaters, gibt mit diesem Film ihr grandioses filmisches Regiedebüt. Und es hätte kaum eine bessere Kandidatin dafür geben können, denn Rourke gibt nicht nur Alles in ihrer Arbeit als Regisseurin und Intendantin, nein, sie tut auch noch alles um diese Geschichte atemberaubend schön und historisch aktualisiert auf die Leinwand zu bringen.

Kein Wunder. Denn Rourke glaubt, dass man das Leben und die Position von Frauen in der heutigen Gesellschaft nur durch neue Darstellungen historischer Fakten verändern kann. Es geht darum Frauen in ihrer gesamten emotionalen, historischen und politischen Wahrheit zu zeigen. In MARIA STUART – DIE KÖNIGIN VON SCHOTTLAND schafft sie dies, indem sie die Geschichte der zwei Königinnen so erzählt, dass Frauen und deren Erfahrungen in der heutigen Welt angesprochen werden.

„Ich wollte zwei Frauen haben, die den Film anführen und die Geschichte antreiben.“, sagt Rourke, „Leider muss man im Kino lange suchen, um Filme zu finden, in denen die zwei Figuren, die die Geschichte vorantreiben beide weiblich sind.“

Aber nicht nur die zwei weiblich besetzten Hauptrollen sind besonders. Auch beim Casting der restlichen Besetzung hielt sich Rourke die Vielfältigkeit des Schauspielermarktes offen. Anders, als in anderen Historiendramen besetzte die Regisseurin ihre Rollen nämlich nicht nach Aussehen, sondern rein nach Können. Das Motto: Der richtige Schauspieler für die richtige Rolle. Egal welche Volkszugehörigkeit. Das fällt auf und zaubert ein erfreuliches Lächeln ins Gesicht.

Vom Buch zum Film

„Er [Beau Willimon] zentriert die Geschichte auf Brilliante Art und Weise um diese zwei Frauen, die sich gegenseitig beeinflussen.“ (Tim Bevan, Produzent)

Für das Drehbuch suchte sich Josie Rourke niemand geringeren als Beau Willimon. Der amerikanische Dramatiker schrieb bereits das Drehbuch für IDES OF MARCH – TAGE DES VERRATS mit George Clooney, Ryan Gosling, Marisa Tomei und Evan Rachel Wood. Zudem war er vier Staffeln lang der Show-Runner von HOUSE OF CARDS (Kevin Spacey und Robin Wright).

„Er schreibt Frauen wirklich brilliant und mit einer großen psychologischen Komplexität. Außerdem ist er ein sehr politischer Autor. Er versteht den Preis der Macht, das essenzielle Thema des Films.“, so Rourke.

Als Inspirationsquelle galt Willimon, aber auch Rourke und den Produzenten, das Buch QUEEN OF SCOTS: THE TRUE LIFE OF MARY STUART von Dr. John Guy. Das Buch brachte neue Aspekte über Maria Stuart an den Tag und beeinflusste den Film und seine Darstellung dieser historischen Figur. Guy selbst war nicht nur für Willimon eine wichtige Quelle. Er nahm auch an den Proben teil und war ein wichtiger Ansprechpartner für Saorise Ronan und Margot Robbie.

MARIE STUART – DIE KÖNIGIN VON SCHOTTLAND ist ein atemberaubend schöner Film, der mit seinen zwei Hauptakteurinnen premierträchtige Darbietungen zeigt und nicht nur visuell und musikalisch (Den Score schrieb Max Richter.) das Beste bietet. Ein defintives Must-See mit höchster Empfehlung!

 

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