MAXIMILIAN – Das Spiel von Macht und Liebe (Teil 1)

Gerade als bekannt wird das der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mit dem Österreichischen Filminstitut 19 Kinofilmprojekte mit 4,5 Millionen Euro fördert, spielt der neue Dreiteiler MAXIMILIAN. DAS SPIEL VON MACHT UND LIEBE auf. Der epische Fernsehfilm, der für Europa außergewöhnliche 16 Millionen Euro verschlang, erzählt eine fiktive Geschichte rund um Maximilian I. (HRR) und Maria von Burgund, die nach dem Tod ihres Vaters alleine herrschen möchte, aber durch den Französischen König in Bedrängnis gerät, sich als Frau in einer Männerwelt beweisen muss und dadurch Maximilian kennenlernt. Teil 1 am 1. März war ein vielversprechendes Fernseherlebnis.

Als Österreicher, und einigermaßen Filminteressierter, ist man kaum gut auf die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt der Heimat zu sprechen. Zu oft greift man sich als Zuschauer an den Kopf und fragt sich, was die Herrschaften auf dem Küniglberg da eigentlich veranstalten. Mit einer, deshalb wohl verständlichen Angst, setzt man sich bei diesen Fernsehgroßereignissen, die Tage oder Wochen im voraus groß angekündigt werden, im Wohnzimmer auf die Couch und hofft auf das Beste. Glücklicherweise ist oft relativ schnell klar auf welchem Niveau man sich bewegt und dementsprechend rasch kann man die guten Filme der eigenen DVD Sammlung einlegen und versuchen Gesehenes zu vergessen.

Ich müsste also lügen, würde ich sagen, ich hätte mich auf die Ausstrahlung von MAXIMILIAN. DAS SPIEL VON MACHT UND LIEBE gefreut. Ja, ich war neugierig, sehr neugierig (man möchte die Hoffnung ja nicht aufgeben). Ja, ich fand den Hauptdarsteller ansehnlich. (Definitiv ein Beweggrund um Serien und Filme zu schauen…oder eben nicht.) Trotzdem war ich bereit mich anderweitig zu beschäftigen. Ich war vorbereitet.

MAXIMILIAN erinnert an DIE SÄULEN DER WELT, ebenfalls ein mehrteiliger Fernsehfilm der 2010 Eddie Redmayne einem breiteren Publikum vorstellte, und den HBO-Hit GAME OF THRONES. Mittelalterlich prangt eine Welt vor einem, in die man gerne eintauchen möchte. Kein Wunder, wurde mit 3000 Komparsen, 550 Pferden, 800 Kostümen und 100 Rüstungen eine wahrhaft epische Kulisse geschaffen. Doch Regisseur Andreas Prochaska schafft es sich abzuheben und etwas Eigenständiges zu kreieren. Die Geschichte (Drehbuch: Martin Ambrosch) ist interessant aufgebaut (auch wenn es immer wieder ablenkt zu erkennen wie die Schauspieler in unterschiedlichen Sprachen miteinander kommunizieren und synchronisiert wurden. Viel zu spannend darüber nachzudenken wie komisch das zum Spielen sein muss) und macht neugierig.

So gering die Erwartungen nach etlichen Fehltritten liegen, umso freudiger ist es positiv überrascht zu werden. Der 1. Teil des insgesamt 270-minütigen Fernsehfilms neigt definitiv nicht ab und lädt zu mehr ein. Gut, das Teil 2 bereits morgen Donnerstag ausgestrahlt wird.

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