MAXIMILIAN – Das Spiel von Macht und Liebe (Teil 3)

Filmbericht zu Teil 1 und Teil 2.

Mit der heutigen Ausstrahlung des dritten Teils von MAXIMILIAN – DAS SPIEL VON MACHT UND LIEBE endete die Fernsehfilm Saga. 270 Minuten, von der Geschichte inspiriertes, TV-Erlebnis – ein brillanter Erfolg aus Österreich. Endlich einmal!

Maximilian und Marias Reise geht weiter. Verheiratet geht es für die beiden neben dem zwischenmenschlichen gegenseitigen Respekt der, relativ rasch, in Liebe umschweift vor allem um den Verbleib des Herzogtums Burgund. Was wird der Neuankömmling aus Österreich, der nur wegen des Geldes wegen eingeheiratet hat, tun? Er kämpft und wie er das tut.

Der 3. Teil ist wohl auch der spannendste des Mehrteilers. Zwar verhält sich die Geschichte weiterhin eher ruhig und ohne großartig emotionale Ausbrüche (Ich fürchte ich bin mittlerweile Hollywood geschädigt.) trotzdem ist es der ereignisreichste Teil. Die von der wahren Geschichte um Maximilian I. inspirierten Ereignisse überschlagen sich beinahe und zeigen einen gereiften jungen Herrscher. Neben der Liebe zu seiner Frau, was für damalige Verhältnisse wohl absolute Seltenheit war, scheint auch seine Politik langsam Früchte zu tragen. Maximilian schwebt auf einer Wolke des Erfolgs. Dass dieses Glück nicht lange von Dauer sein kann und dann noch in einem solchen dramatischen Ausmaß ins Unglück führt ist tragisch.

Teil 3 ist ein würdiges Finale, mit einigen wirklich schönen Szenen. Vor allem die Liebe zwischen Maximilian und Maria wird wundervoll dargestellt. Auch ist sehr gut zu sehen, wie Jannis Niewöhner Maximilian hat reifen lassen. Plötzlich ist er kein Hitzkopf mehr. Ein überlegter junger Mann steht vor einem, trifft harte aber richtige Entscheidungen. Die Zeit des Spiels ist zu Ende. Erwachsen und ernst, so herrscht er über Burgund.

Trotzdem hat Christa Théret schauspielerisch die Nase immer noch vorne. Als starke Frau überstrahlt sie die Männer an ihrem Hof mit Leichtigkeit und lässt einen als Zuseher immer wieder die Frage stellen: Warum heißt der Film nicht „Maria“?

Alles in allem war Maximilian ein wundervolles Fernseherlebnis, von denen der ORF, in Kooperation mit anderen Medienanstalten und Produktionsfirmen, gerne mehr produzieren und ausstrahlen darf. Es war großartig in eine andere Welt einzutauchen (Ich wiederhole mich…aber die Ausstattung!), gutes Schauspiel zu genießen (Zudem nicht immer dieselben österreichischen Schauspieler zu sehen.), ein tolles Drehbuch und eine wundervolle Kamera zu sehen.

MAXIMILIAN – DAS SPIEL VON MACHT UND LIEBE ist definitiv wert gesehen zu werden.

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