THE BOSS BABY – Eine Hommage an kindliche Fantasiewelten

Ich bin eine sehr eigensinnige Person und bilde mir nicht selten zu schnell eine Meinung. Dementsprechend häufig muss ich mich eines Besseren belehren lassen und einsehen, dass ich mal wieder zu rasch und hart geurteilt habe.

Als ich den Trailer zu THE BOSS BABY zum ersten Mal gesehen habe musste ich sofort an eines denken: Stewie Griffin aus Family Guy. Würde Dreamworks wirklich eine Abklatsche des Britischen-Mutterhassenden-Footballschädelbabys aus der Seth MacFarlane Erfolgsserie produzieren?

Ich habe lange überlegt ob ich mir den Film überhaupt ansehen soll, aber 1. ist es Content (ja, ich bin nur ehrlich) und 2. war ich doch (irgendwie) neugierig. Der Film hatte kaum begonnen, da wusste ich schon, wie absolut daneben ich gelegen hatte. THE BOSS BABY ist super lustig, unterhaltsam und eine tolle Hommage an die Vorstellungskraft von Kindern. Ich habe mich auf jeden Fall köstlich amüsiert.

Inspiriert von Marla Frazees Bilderbuch „The Boss Baby“, erzählt der Dreamworks Animationsfilm die Geschichte aus der Sicht von Tim, einem siebenjährigen Jungen, der das perfekte Leben hat. Die Eltern haben tolle Jobs und immer noch genügend Zeit ihren einzigen Sohn jeden Abend mit drei Geschichten, fünf Umarmungen und einem besonderen Lied (sein „special song“ ist übrigens ein John Lennon und Paul McCartney Klassiker…aber psst) ins Bett zu bringen. Bis eines Tages ein Baby bei ihnen einzieht: der kleine Bruder. Plötzlich verschieben sich die Prioritäten der Eltern, das Baby zieht ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich und Tim fühlt sich allein gelassen. Der fantasievolle Junge merkt zudem schnell, das irgendetwas mit dem Baby nicht stimmen kann. Es redet und schmiedet Pläne, den Weltherrschaftergreifenden Welpen die Macht zu nehmen. Mutig, und darauf erpicht seine Eltern wieder zurückzugewinnen, macht sich Tim daran herauszufinden, was der Neuankömmling vorhat.

In der Originalfassung von Alec Baldwin gesprochen, überzeugt THE BOSS BABY mit herrlichem Humor, faszinierender Animation (die Gesichtsmimik!) und dem richtigen Quäntchen an Emotion. Es greift die Problematik des neidischen 1. Kindes gekonnt auf und zeigt das Gefühlschaos, das durch ein jüngeres Geschwisterchen verursacht wird. Neid hin oder her, ist der Film jedoch viel mehr eine Hommage an die Kreativität die in einem Kind schlummert und zum Leben erwacht. Mit einfachsten Mitteln reist der kleine Tim ins All, den Dschungel oder auf ein Piratenschiff auf hoher See. Dreamworks nimmt uns auf diese Abenteuer, die wundervoll mit anzusehen sind und einen an die Abenteuer, die man wohl selbst im eigenen Kinderzimmer bestritten hat, erinnern, mit und verzaubert in typisch bunter Bildgewalt.

THE BOSS BABY ist eindeutig ein Film für die ganze Familie, für junggebliebene Erwachsene oder jene die es wieder werden wollen.

Am 31. März kommt THE BOSS BABY in die österreichischen Kinos.


 

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